25 Tage in Indien: Meine Reise zur zertifizierten 200h Kundalini Yoga Lehrerin

Es war eine Reise, die mein Leben veränderte – 25 Tage in Indien, gefüllt mit Transformation, Heilung und tiefer Erkenntnis. Von Wien aus führte mich der Weg über Istanbul und Mumbai bis nach Nord-Goa, Arambol. Nach einer 24-stündigen Reise wurde ich am 31. Dezember um 12:00 Uhr liebevoll von meinem Guru Devesh Ji empfangen. Die Energie Indiens fühlte sich elektrisierend an – ein Land, das so voller Spiritualität pulsiert, dass es mich sofort in seinen Bann zog. Die ersten Tage waren ein sanftes Ankommen: Ich passte mich an das Klima, die Kultur und die neue Essensweise an, die mir zunächst einige Schwierigkeiten bereitete. Doch ich wusste, dass dies erst der Anfang einer tiefen inneren Reise war.

Bei der Eröffnungszeremonie am 1. Jänner 2025

Der Beginn der Ausbildung: Eintauchen in die Tiefe des Kundalini-Yoga

Am 1. Januar 2025 begann meine Ausbildung mit einer feierlichen Begrüßungszeremonie. Wir empfingen Segnungen und verbanden uns mit den göttlichen Energien von Brahma, Vishnu und Rudra – den drei Aspekten des Universums: Schöpfung, Erhaltung und Transformation.

Mein Tagesablauf war strukturiert und intensiv:

  • 6:00 – 7:00 Uhr: Meditation

  • 7:00 – 8:00 Uhr: Kundalini Yoga mit kraftvoller Kapalabhati-Atmung

  • 8:00 – 9:00 Uhr: Pranayama, Mantra & Mudra Praxis

  • 9:00 Uhr: Frühstück

  • 12:00 Uhr: Yoga Anatomie & Philosophie

  • 13:00 Uhr: Mittagessen

  • 17:00 Uhr: Hatha Sunset Yoga

  • 19:00 Uhr: Abendessen

Samstags hatten wir ab Mittag frei, sonntags einen kompletten Ruhetag. Doch Ruhe gab es kaum – die tiefgehenden Praktiken und das intensive Training forderten mich auf allen Ebenen heraus.

Bei meiner praktischen Prüfung zur Kundalini Yoga Lehrerin

Emotionale und körperliche Reinigung – Der Prozess des Loslassens

Nach fünf Tagen kraftvoller Kriya-Praxis erlebte ich einen emotionalen Release, der mich vollkommen überwältigte. Ohne ersichtlichen Grund traten plötzlich tief verborgene Emotionen an die Oberfläche, mein Körper reagierte mit Schmerzen im unteren Rücken – ein Zeichen dafür, dass meine Chakren und Energiekanäle (Nadis) gereinigt wurden. Ich wusste, dass dies ein essenzieller Teil der Kundalini-Erfahrung war, doch es fühlte sich herausfordernd und intensiv an.

Ich stand zehn Tage lang im Schatten dieser intensiven Energien, bis mein Guru Devesh ein Kali-Ritual für uns durchführte. Kali, die Göttin der Transformation und Zerstörung, hilft uns, alte Muster zu durchbrechen und Raum für Neues zu schaffen. Während des Rituals durchlebte mein Körper eine tiefe Befreiung: Ich weinte, schrie, hustete, zitterte, verkrampfte mich – bis sich die Blockade in meinem Rücken schließlich löste. Instinktiv praktizierte ich immer wieder die Kali Mudra, eine Handhaltung, die ihre Energie verkörpert und uns durch Umbrüche trägt. Nach dieser Erfahrung öffnete sich eine kleine Wunde unter meiner Zunge – ein bekanntes Zeichen für einen tiefen emotionalen Release. Mein Körper bestätigte mir, dass der Prozess gewirkt hatte.

Rituale mit der liebsten Gruppe im Heartland Yoga Center (Arambol, Goa, Indien)

Leichtigkeit kehrt ein – Leben im Rhythmus Indiens

Nach diesem intensiven Durchbruch wurde alles leichter. Mein Körper brauchte nicht mehr 14 Stunden Schlaf am Tag, um mit den Energien von Mama India zurechtzukommen. Endlich konnte ich mich voll und ganz auf den essenziellen Teil meiner Ausbildung konzentrieren: Lernen, Vertiefung, Praxis. Ich verbrachte viel Zeit mit meinen Workbooks, las im „Easy Café“, das nur 500 Meter von unserem Retreat-Zentrum entfernt lag, oder schwamm im Arabischen Meer. Die 30 Grad warme Sonne küsste meine Haut – natürlich stets geschützt mit 50er Sonnencreme.

In meiner freien Zeit tauchte ich noch tiefer in die indische Kultur ein: Ich besuchte ayurvedische Kliniken für Massagen und Gesundheits-Checks, schlenderte über bunte Märkte und fand wunderschöne Ritualstoffe, Edelsteine, Schmuckstücke, Räucherwerk und Tücher. Auf abenteuerlichen Mopedausflügen durch den Dschungel lernten wir die Einfachheit des indischen Lebens kennen. Ohne Hektik, ohne Schnelllebigkeit. Einfach nur Sein. Inmitten von Armut, aber erfüllt mit tiefer Dankbarkeit.

Abschluss & Transformation: Mein Weg als Kundalini-Yoga-Lehrerin

Am 23. Januar war es soweit: Der 90-minütige schriftliche Final Exam stand an. Einige Stunden später hielt ich stolz mein 200h Kundalini-Yoga-Zertifikat in den Händen. Ich hatte mich intensiv auf diese Ausbildung vorbereitet, doch dass sie so tiefgehend, transformierend und lebensverändernd sein würde, hätte ich nie erwartet.

Mein internationales Zertifikat, mit Shiva und Shakti im Hintergrund 🤍

Mit einem Herzen voller Wissen, neuer Methoden, spiritueller Philosophien und tiefer Erkenntnisse freue ich mich nun darauf, all diese Erfahrungen in meinen kommenden Retreats mit dir zu teilen. Denn diese Reise hat mich nicht nur gelehrt, wie ich Kundalini-Yoga unterrichte – sie hat mich verändert, geheilt und in eine neue Version meiner selbst geführt. Und ich kann es kaum erwarten, diesen Weg mit dir weiterzugehen.

Fühlst du den Ruf? Dann buche dich jetzt ein und lass dich begleiten: In die Tiefe deines eigenen Seins.

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Holosomatic Retreat mit Claudia